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Betrieb auf Baustelle: Neckarturm wächst (Auszug vom Südkurier)

29.08.2009 5.10.2009

Das Fundament steht schon einmal, die Bodenplatte für den künftigen Neckartower ist betoniert. Ab sofort wird nach oben gearbeitet. Schon zur Landesgartenschau im Mai 2010 soll der Tower begehbar sein.
Ein Baufahrzeug nach dem anderen rollte in den vergangenen Monaten zur Baustelle des künftigen Neckartowers in der Neckarstraße. Tag für Tag packten die Handwerker auf der Baustelle in Schwenningen an. Nun steht das Fundament. Denn nachdem die Bodenplatte betoniert wurde, geht es jetzt baulich nach oben.
Rund 100 Tonnen Stahl wurden im Fundament verbaut, um den Turm auf sichere „Beine“ zu stellen. „Mit dem Betonieren wurde schon am frühen Morgen um 3.30 Uhr begonnen“, sagte Bauleiter Thomas Bürk. Insgesamt waren es über 370 Kubikmeter Beton, also fast 890 Tonnen, die aus dem Betonwerk in Trossingen in die Neckarstraße gefahren wurden, um circa 400 Quadratmeter große Platte zu betonieren. Der Beton ist wasserundurchlässig und muss nach dem Auftragen gleich verarbeitet werden. Während auf der einen Seite frischer Beton floss, wurde er auf der anderen Seite bereits mit Maschinen glatt geschliffen. Architekt Thomas Bürk, der ein Neffe des Turmarchitekten Gunter Bürk ist, berichtete, dass in der Anfangsphase sieben Betonmischer im Stundentakt fuhren. Jedes Auto fuhr circa zehnmal. Insgesamt benötigten die Bauarbeiter rund 50 Anlieferungstouren. „Der Beton hat eine gute Qualität“, stellte Stahlbetonbauer Gerhard Schlabitz fest, der vor Ort eine Frischbetonprüfung vornahm. Weitere Proben muss er aber zusätzlich zur Qualitätsuntersuchung ins Labor schicken. „In Kürze wird am Neckartower ein Bauzaun errichtet und Mitte September soll bereits die Decke des Untergeschosses betoniert werden“, kündigte Bürk an.

Und dann wird der Tower Stockwerk um Stockwerk wachsen. Die Glas-, Beton- und Stahlkonstruktion wird insgesamt 45 Meter hoch und aus 13 Geschossen bestehen. Pro Stockwerk werden für die Bauarbeiten zehn Tage veranschlagt.
Andreas Veit, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Villingen-Schwenningen mbH (wbg), ist noch immer davon überzeugt, dass das Bauwerk zur Eröffnung der Landesgartenschau am 12. Mai 2010 so weit fertig sein wird, dass die geplante Terrasse in luftiger Höhe von den Besuchern als Aussichtspunkt genutzt werden kann. Der Innenausbau werde zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht fertig sein. Der Geschäftsführer hofft auf einen relativ milden Winter, damit die Arbeiten so zügig wie möglich vorangehen können. Ansonsten gerät der Geschäftsführer der wbg angesichts des Bauwerks ins Schwärmen: „Das wird ein wunderschöner Tower. Es gibt Projekte, in die ich mich verliebe und da gehört dieses Bauwerk sicherlich dazu. Der Tower ist architektonisch ganz einfach super gemacht.“ Auch in Sachen Vermarktung ist er optimistisch. Bekanntlich sollen in dem neuen Gebäude Studentenappartements, Gastronomie und Gewerbe untergebracht werden. Veit: „Wir haben bereits die ersten Anfragen.“
Sicher ist inzwischen auch, dass aus dem obersten Stockwerk ein Bellevue-Bereich gemacht werden soll, von dem dann auch die Terrasse betreten werden kann. Die Räume selbst sollen für Feste, Tagungen und sonstige Veranstaltungen angemietet werden können. Der wbg-Geschäftsführer Andreas Veit: „Ich bin da äußerst zuversichtlich.“

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